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Interview von Marietta Slomka mit Peter Ramsauer, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe.
Transkript:
Frage: (Was ist in Bayern los, wenn vier gestandene Männer auf der Pressekonferenz in München auftreten, um die Angriffe einer Landrätin abzuwehren?)
Antwort: Wir haben in Bayern eine hervorragende Struktur was die Wirtschaft, Arbeitsplätze, Staatsfinanzen, Bildung anbelangt. Wir haben eine ausgezeichnete Struktur innerhalb der Partei. viele, die meisten Frauen, junge Frauen, mittlere, ältere Frauen in unserer Partei wundern sich, ehrlich gesagt, über das, was da vorgeht, nämlich über die angreifende Seite wundern die sich... Darum geht es hier in Wildbad Kreuth überhaupt nicht. Wir setzen uns hier ... auseinander mit wichtigen Zukunftsfragen unseres Landes...
Frage: ... Aber die Frage, wer nächster Ministerpräsident in Bayern wird, ist wohl auch eine wichtige Zukunftsfrage. Sie haben heute gesagt, sie würden sich hinter Stoiber stellen, vor ihn und auch um ihn herum. Das klingt fast so, als müssten Sie ein waidwundes Reh beschützen. Warum braucht der Ministerpräsident so viel Schutz?
Antwort: Ich habe das verdeutlich - weil, was hier an Theater aufgeführt wird, wird dem, was in der Tat an Substanz vorhanden ist, überhaupt nicht gerecht. Das war h eute Vormittag in München - und jetzt in Wildbad Kreuth geht es um all diese Sachfragen. Die Menschen im Land, bei denen ich dauernd bin, draußen im Lande in unzähligen Veranstaltungen, die sagen, habt ihr nichts Besseres zu tun, als euch mit Personalquerelen zu befassen. Und deswegen habe ich von Anfang an klargestellt. Wir machen hier die Personality-Show, die von anderer Seite aufgezwungen werden soll, nicht mit. Wir tun das, was die Menschen im Lande verlangen, nämlich dafür zu sorgen, dass ordentliche Politik gemacht wird.
Frage: Wer zwingt Ihnen denn diese Personaldebatte auf?
Antwort: Ja, Sie unterhalten sich mit mir seit einigen Minuten darüber...
Frage: ... Wir wollen über die Basis der CSU reden, über die Stimmung dort. 60 Prozent der bayerischen Wähler sind der Ansicht ..., dass die Ära Stoiber doch jetzt allmählich mal zuende geht und dass es Zeit für einen Wechsel ist. Wollen Sie das Thema einfach so abtun und damit auch diesen Wählern vor die Füße treten?
Antwort: Also erstens war diese Umfrage-Fragestellung überhaupt nicht so, wie Sie gerade gesagt haben... Ich kenne Umfragen, so lange ich politisch tätig bin, ich weiß wie wetterwendisch Umfragen ... sind. Deswegen schreckt mit das nicht. Deswegen ist es umso erforderlicher, dass wir eine klare Vision, eine klare Überschrift über unsere Politik setzen. Und genau das werden wir hier ... tun.
Frage: Und wenn all das kein Thema ist, warum braucht Stoiber seit Weihnachten täglich Solidaritätsbekundungen seiner Gefolgsleute?
Antwort: Weil ich genau weiß, was in meiner Partei los ist: Wir gehen in Bayern auf ganz wichtige Kommunalwahlen zu im nächsten Jahr und auch auf Landtagswahlen. Das geht den allermeisten auch Funktionsträgern bei uns an der Basis, in Gemeinderäten, Stadträten, Bürgermeistern ... und so weiter darum, dass sie in ordentlicher Weise ihre Politik darstellen können. Das l iegt den Menschen wesentlich näher und ihrem politischen Umfeld hier in Bayern als irgendwelche Personalquerelen, die von irgendwoher ausgerufen werden. |
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